Glossar

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HPA. Die Hamburg Port Authority (HPA) ist eine Anstalt öffentlichen Rechts. Sie ist für die Stadt Hamburg Eigentümerin des überwiegenden Teils der Hafengrundstücke und der Hafeninfrastruktur. Sie entstand am 1. Oktober 2005 aus dem früheren Amt für Strom- und Hafenbau der Wirtschaftsbehörde. Die HPA ist für die behördlichen Belange des Hamburger Hafens zuständig. Mit gut 1.900 Beschäftigten betreibt die HPA das Hafenmanagement und ist Ansprechpartner für alle Fragen der wasser- und landseitigen Infrastruktur, der Sicherheit des Schiffsverkehrs, der Hafenbahnanlagen, des Immobilienmanagements und der wirtschaftlichen Bedingungen im Hafen.“ (Wikipedia)

IBA Hamburg.
„Die IBA Hamburg ist die Internationale Bauausstellung in Hamburg im Zeitraum von 2007 bis 2013. Sie findet in den Stadtteilen Wilhelmsburg und Veddel sowie im Binnenhafen von Harburg statt.“ Unter dem Motto „Entwürfe für die Zukunft der Metropole“ will sie sich nach eigenen Angaben der „europäischen Metropole im 21. Jahrhundert“ widmen und sich den hier konzentrierenden städtebaulichen und stadtpolitischen Herausforderungen stellen. Mit baulichen, sozialen und kulturellen Projekten will sie zeigen, „wie die Metropole von morgen auf die Herausforderungen von Globalisierung, Polarisierung und Klimawandel reagieren kann“.

So jedenfalls die Selbstdarstellung. Als 100-prozentige Tochtergesellschaft der Freien und Hansestadt Hamburg ist die IBA Hamburg GmbH mit der Realisation der Bauausstellung beauftragt, wobei der Verkauf städtischer Grundstücke an Investoren ein wesentlicher Bestandteil ist; finanziert wird das Vorhaben mit 100 Millionen Euro aus Sonderinvestitionsprogrammen der Freien und Hansestadt Hamburg. Der Begriff IBA ist nicht geschützt, derartige „Ausstellungen“ unterliegen keiner zeitlichen Koordination und keinen Qualitätsstandards. Inzwischen ist die IBA ein Synonym für Gentrifizierung, d.h. Umstrukturierung, Verdrängung von ärmeren Teilen der Bevölkerung und Aufwertung einzelner Quartiere Wilhelmsburgs geworden. (http:// www.iba-hamburg.de)

igs 2013. Zunächst als IGA (Internationale Gartenbau-Ausstellung) geplant. Dafür erhielt Hamburg allerdings keinen Zuschlag. Es wird nun eine BuGa (Bundesgartenschau) abgehalten, die in Anlehnung an den entgangenen Titel „igs“ (Internationale Gartenschau) genannt wird. Eine BuGa ist eine Ausstellung zu den Themen Garten, Landschaftsarchitektur, Landschaftsbau, Pflanzenzucht und Gartengeräte/-möbel. Üblicherweise werden diese Leistungsschauen der betreffenden Gewerke mit nicht geringen öffentlichen Mitteln gefördert. Die Idee einer Gartenschau 2013 mit einer Stadtteilentwicklungskomponente in Wilhelmsburg wurde ca. 2000 publik und stammte aus der damals noch unabhängigen Umweltbehörde. Die Baubehörde reagierte zeitverzögert mit dem Ausruf einer IBA – zur selben Zeit am selben Ort. Mittlerweile ist die Umweltbehörde von der Baubehörde (feindlich) übernommen: die BSU (Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt) beaufsichtigt IBA und Gartenschau. Beide haben die Rechtsform einer GmbH.

Das vormals öffentliche Gelände, auf der die Gartenschau stattfinden soll (ca. 100 ha), ist der GmbH anhand gegeben worden, was deutlich macht, dass es um den Verkauf der Flächen geht (http://real-estate.hamburg.de/anhandgabe/).
Die Gesellschaft hat einen Durchführungshaushalt, der auf Krediten beruht. Seit dem Beginn der Bauphase wurden auf dem „igs-Gelände“ viele tausend Bäume gefällt, Sträucher gerodet, Biotope trockengelegt und zerstört, große Mengen Abraum aufgeschüttet, Hunderte von Kleingärtner_innen vertrieben und große Flächen der „neuen Mitte“ Wilhelmsburgs eingezäunt und für den öffentlichen Verkehr gesperrt. Diese Auswirkungen und die rohe Gangart der igs wird inzwischen auch von der lokalen Öffentlichkeit kritisiert.(http://www. igs2013.de)

„Akademie einer anderen Stadt“, die IBA Kunstplattform (ab 2009) http://www.mitwisser.net/system/category/texte

Südbalkon –Förderkoje für Kunst und Kultur (http://www.südbalkon.org/)
„Es ist nicht mehr wie noch vor einem Jahr. Alle unsere Bemühungen der letzten Wochen um einen neuen Treffpunkt erbrachten nur Erkenntnisse über zu teure Mieten hier bei uns in Wilhelmsburg.“

Insel-Lichtspiele e.V., mobiles Kino für die Elbinsel, Filmreihe „Wem gehört die Stadt“ (2010) „Unter diesem Motto zeigt das mobile Kino Insel-Lichtspiele e.V. regionales und internationales Filmwerk, als Freiluft- und als Indoor-Kino. Dokumentationen und Spielfilme beleuchten die Themen Stadtentwicklung / Gentrifizierung / Umstrukturierung. Die Film- und Veranstaltungsreihe versucht, hinter die Kulissen zu schauen: Neben Filmen sollen Diskussionen, Stadtteiltouren und eine Fotoausstellung Perspektiven und Alternativen aufzeigen. Die Veranstaltungsorte liegen inmitten der Planungsgebiete der Internationalen Bauausstellung und der Internationalen Gartenschau, die hier in Wilhelmsburg stattfinden.“ (http://www. Insel-lichtspiele.de)

KünstlerCommunity Wilhelmsburg. „Kunst- & Kreativzentrum Veringhöfe. Als internationale Gemeinschaft haben sich Künstler und Kreative im Jahr 2010 zusammengeschlossen, um bis 2012 in Wilhelmsburg ein Zentrum für Kunst und Kreativität entstehen zu lassen – einen attraktiven Ort mit begeisterungsfähigen Menschen und nutzerfreundlichen Produktionsmöglichkeiten. Von Seiten der IBA Hamburg sollen die Veringhöfe dazu bis 2012 bei einfachstem Innenausbau energetisch saniert werden, um auch langfristig ein interessantes Mietniveau für Künstler und Start-Up-Unternehmen aus der Kreativwirtschaft zu garantieren.
Das IBA-Projekt wird unter dem Titel KünstlerCommunity Wilhelmsburg von den Projektentwicklern conecco UG – Management städtischer Kultur und STATTBAU Hamburg GmbH umgesetzt. Ziel ist die modellhafte Entwicklung von „Räumen für die Kunst“ sowie die Schaffung dauerhafter Strukturen für Künstler und Kulturproduzenten auf den Elbinseln.“ (http://www.veringhoefe.de/)

Kultur |Natur: Kunst und Philosophie im Kontext der Stadtentwicklung(2008) (http://www.natur-kultur.net/)

Ligna. http://ligna.blogspot.com/: „Die Gruppe LIGNA existiert seit 1997 und besteht aus den Medien- und Performancekünstlern Ole Frahm, Michael Hüners und Torsten Michaelsen. […] Allen Arbeiten von LIGNA ist gemein, dass sie ihr Publikum als zerstreutes Kollektiv von ProduzentInnen begreifen. In temporären Assoziationen kann es unvorhersehbare, unkontrollierbare Effekte hervorbringen, die die Ordnung eines Raumes herausfordern.“
Not in our Name, Marke Hamburg!. Manifest auf: http://nionhh.wordpress.com/about/

Soulkitchen-Halle. http://www.facebook.com/Soulkitchenhalle#!/Soulkitchenhalle?sk=info

Universität der Nachbarschaften / HCU Hamburg. Zitat HCU-Internetseite: „Kampnagel wird in unregelmäßigen Abständen Performances in dem ehemaligen Wilhelmsburger Gesundheitsamt veranstalten. Den Auftakt gestaltet die Wiener Performance-Gang God´s Entertainment. Getreu dem Motto „Kunst als Erreger“ treiben sie ihr Unwesen in dem Gebäude. Aus Motiven des Films „Shivers“ von David Cronenberg entwickeln die Unterhaltungskünstler eine ansteckende Performancereise in die eigenen inneren und andere unbekannte Welten. Im Vorfeld werden Gerüche und Gerüchte gestreut, die auf symbolischer Ebene die berechtigten Ängste der Anwohner vor der Gentrifizierung Wilhelmsburgs widerspiegeln. God´s Entertainment wird auf Wilhelmsburg losgelassen: da werden Kontakte geknüpft, Komplizenschaften geschmiedet und eine Impfstelle gegen „Antiismus“ eingerichtet. Jugendprojekte, Altersheime und die direkte Nachbarschaft, sowie andere Künstler können und sollen „angesteckt“ werden. Angesteckt mit der Idee, das leere Gebäude wieder zu beleben. Diese Strategie ist als Kick-Off für eine Serie von Performances in dem Gebäude hilfreich, da sie Grenzen in den Köpfen abbaut. Ohne Schirm, mit viel Charme und eventuell einer Melone.“ (siehe: http://udn.hcu-hamburg.de/wordpress/?cat=17)

Auszug aus Interview mit Ulf Freyhoff et al./ Institut für Telenautik und IBAfluessig anlässlich der Internationalen Abriss Ausstellung (IAA) in der Jaffestraße/Wilhelmsburg:

„Was nervt ist aber auch, dass das, was hier an Freiräumen existiert hat, und auch an Möglichkeiten, welche einzurichten, eigentlich komplett „aufgekauft“ worden ist. Es gibt eigentlich für Leute, die nicht der IBA angehören, kaum noch Möglichkeiten, hier überhaupt Räume zu bekommen. Wir haben schon verschiedenen Leuten mitbekommen, dass Vermieter auf Anfragen hin sagen, dass ihnen eine langfristige Vermietung von der IBA oder KuBaSta in Aussicht gestellt wurde und ihre Räume daher nicht zur Verfügung stehen. So ist gerade die Lage hier. Die haben auch noch die letzten potentiellen Freiräume hier richtig schön besetzt.“